
Lisa Berghoff
Der Weg zur Designerin
Ausbildungszeit im Benediktiner Kloster zu Meschede (2001-2004)
Im Alter von 16 Jahren begann ich meine Ausbildung zur Herrenschneiderin im Benediktiner Kloster in Meschede.
In den drei Jahren erlernte ich die handwerkliche Maßschneiderei. Mein Herrenschneidermeister legte viel Wert auf handwerklich korrektes und genaues Arbeiten. Einlagen wurden von Hand pikiert, das Futter von Hand einstaffiert. Ich erlernte das Nähen von traditionellen Habiten und Messgewändern, von Westen, Anzügen sowie Abendkleidern, Kostümen und Korsagen.
Als Gesellenstück erstellte ich einen Blazer und wurde mit dieser Arbeit Kammersiegerin der Handwerkskammer Arnsberg.
Drei schöne Lehrjahre waren nun zu Ende. Ich hatte viel gelernt von dem ich wusste, dass ich eine solide Grundlage hatte, auf die ich aufbauen wollte!
Lehr- und Wanderjahre
Erster Teil: Das Designstudium an der Privaten Modeschule in Düsseldorf(2004-2007)
Mit dem Gesellenbrief in der Tasche zog ich nach Düsseldorf, um dort meine Fähigkeiten und mein Wissen zu erweitern.
In den nun folgenden drei Jahre lernte ich das Erstellen von Schnitten, das Drapieren von Stoffen an der Puppe, die konfektionelle Verarbeitung von Kleidung, Modezeichen und vieles mehr.
Im 4. Semester war es dann endlich soweit. Kindermoden waren an der Reihe! Oberbekleidung für Erwachsene herzustellen hatte ich ja bereits gelernt. Doch jetzt hieß es, Schnitte für Kinder zu entwickeln und sich mit ihrer Anatomie zu befassen. Welche Stoffe sich für Kinder am besten eignen galt es heraus zu finden, eine Kinderkollektionsmappe zu erarbeiten und natürlich auch einige Modelle zu nähen. Am Ende des Semesters dann kreierte ich zusammen mit meinen Mitstreitern eine Kindermodenschau aus typisch afrikanischen Stoffen. Diese Modelle wurden dann in Düsseldorf zur 60-Jahr-Feier NRW`s präsentiert!
Das Highlight nach 3 Jahren harter Arbeit bildete dann das Entwerfen einer Kollektion (zusammen mit meinen Komillitonen) die auf der CPD in Düsseldorf präsentiert wurde.
Zweiter Teil: Modedesignerin für Damenoberbekleidung (2007-2009)
Direkt nach dem Studium begann ich in einer Firma, die Damenoberbekleidung herstellt, als Designerin zu arbeiten.
In dieser Zeit konnte ich meine Fähigkeiten und Talente festigen und ausbauen. Natürlich auch viele wichtige praktische Erfahrungen sammeln! Ich merkte schnell, dass meine Stärken im Entwerfen, der Schnittentwicklung und dem Nähen lagen. Und ich stellte fest, dass die Kindermode, trotz meiner erfolgreichen Arbeit im Erwachsenenbereich, mir doch so viele Möglichkeiten und Raum für Kreativität bietet.
Das eigene Atelier und Geschäft
Schon für die Herstellung der Damenoberbekleidung richtete ich mir ein eigenes Atelier ein. Maschinen, Zuschneidetisch und Stoffe, das alles braucht seinen Platz! Also wurde „kurzer Hand“ die 100 Jahre alte, stillgelegte Roggenmühle meines Ururgroßvaters zu einem Atelier mit einem ganz besonderen Flair umfunktioniert. Inmitten der alten Maschinen entwerfe und nähe ich seit 2 Jahren Kollektionen.
Und seit 2009 entsteht hinter den alten Gemäuern nun auch Kindermode. Aus 100% Biobaumwolle und in Handarbeit gefertigt. Das macht es möglich, dass ich auch auf individuelle Maße oder jegliche andere Sonderwünsche, Ihrerseits Rücksicht nehmen kann!







